Barrierefreiheit
Skip to main content

Weltrecycling-Tag: Batterien und Akkus richtig entsorgen

Anlässlich des heutigen Weltrecycling-Tages informiert das Team Umweltschutz und Entsorgung des UKM über den richtigen Umgang mit Batterien und Akkus. Der internationale Aktionstag macht auf die Bedeutung des Recyclings für den Schutz von Umwelt und Ressourcen aufmerksam. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten und gleichzeitig Umweltbelastungen zu reduzieren.

Batterien sind aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie versorgen unterschiedlichste Geräte mit Energie – von der Autobatterie über handelsübliche AA- oder AAA-Batterien bis hin zu kleinen Knopfzellen in Spielzeug, Uhren oder Autoschlüsseln. Daneben spielen wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akkus eine immer größere Rolle, etwa in Smartphones, Tablets, Laptops, Elektrowerkzeugen oder E-Bikes.

So unterschiedlich diese Batterietypen in Größe, Aufbau und Leistungsfähigkeit auch sind – sie haben eines gemeinsam: Sie enthalten wertvolle Rohstoffe, aber auch Stoffe, die bei unsachgemäßer Entsorgung Umwelt und Gesundheit schädigen können.

Verbrauchende, Gewerbebetriebe sowie öffentliche Einrichtungen sind gesetzlich verpflichtet, gebrauchte Batterien getrennt vom Hausmüll zu entsorgen und dem Recycling zuzuführen. Die sogenannten Inverkehrbringer, also Händler ebenso wie Wertstoffhöfe, nehmen Altbatterien kostenlos zurück.

Auch am UKM fallen jedes Jahr größere Mengen an: Rund fünf Tonnen Altbatterien und Akkus werden jährlich gesammelt. Etwa 80 Prozent davon sind Bleibatterien, beispielsweise aus technischen Anlagen, während 20 Prozent auf andere Batterietypen entfallen.

Gerade im Klinikalltag kommen Batterien und Akkus in zahlreichen Geräten zum Einsatz – darunter beispielsweise Herzschrittmacher und Defibrillatoren, Insulinpumpen, Cochlea-Implantate und Hörgeräte, Nervenstimulatoren oder Überwachungsgeräte. Umso wichtiger ist es, auch im UKM auf eine konsequente und fachgerechte Entsorgung zu achten.

Für die Sammlung stehen im gesamten Haus Sammelboxen zur Verfügung. Die Hinweise zur getrennten Entsorgung gelten daher ausdrücklich auch für alle im UKM anfallenden Batterien sowie für Geräte, die Batterien enthalten.

Nach der Sammlung werden die Batterien zunächst nach Typ und chemischer Zusammensetzung sortiert und anschließend an spezialisierte Recyclinganlagen weitergeleitet. Dort werden sie mechanisch zerkleinert und ihre Bestandteile voneinander getrennt. Mithilfe thermischer und chemischer Verfahren lassen sich Metalle wie Eisen, Kupfer, Nickel, Kobalt oder Lithium zurückgewinnen. Diese Rohstoffe können anschließend wieder für die Produktion neuer Batterien oder anderer Industrieprodukte genutzt werden.

Trotz dieser Möglichkeiten findet bislang nur etwa 55 Prozent der klassischen Haushaltsbatterien den Weg ins Recycling. Viele Menschen lassen leere Batterien über Monate oder sogar Jahre in Schubladen liegen. Häufig werden alte Elektrogeräte entsorgt, ohne dass die Batterien vorher entfernt werden. Besonders problematisch ist jedoch, dass Altbatterien häufig im Hausmüll landen – meist aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Brandgefahr bei falscher Entsorgung. Vor allem Lithium-Ionen-Akkus können sich bei Beschädigung, Kurzschluss oder starker Hitze selbst entzünden. Gelangen sie in den Hausmüll, können sie in Müllfahrzeugen oder Sortieranlagen Brände auslösen. Deshalb empfiehlt es sich, die Pole von Lithium-Akkus vor der Abgabe mit Klebeband abzukleben und beschädigte Akkus besonders vorsichtig zu behandeln.