Barrierefreiheit
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Östlich der Innenstadt befindet sich der Campus des Universitätsklinikums Münster. In 111 Gebäuden und auf einer Nutzungsfläche von rund 330.000 m², was ca. 45 Fußballfeldern entspricht, werden modernste Krankenversorgung, Spitzenforschung und exzellente Lehre betrieben. Um stets auf der Höhe der Zeit zu bleiben, wird stetig repariert, saniert, um- und neugebaut. Bei all diesen Maßnahmen spielt Nachhaltigkeit immer eine große Rolle.

Der bauliche Masterplan

Um die baulichen Aspekte der in der universitären Spitzenmedizin relevanten Bereiche Krankenversorgung, Forschung und Lehre zu modernisieren und qualitativ zu verbessern, setzt das UKM auf eine zukunftsweisende Masterplanung: Schwerpunkt dieser Masterplanung ist die bauliche Optimierung des Kerngeländes mit Zentralklinikum und Altkliniken. Hier soll die Patientenversorgung zentralisiert werden. Weitere Projekte der Masterplanung sind die Schaffung von Wohnraum in der Nils-Stensen-Straße sowie der Umbau der Domagkstraße zu einer Domagk-Promenade. Die Bereiche der Medizinischen Fakultät und des Klinikums sollen dabei schrittweise zu Orten mit hoher Aufenthaltsqualität für Patient*innen, Forschende und Studierende ausgebaut werden. Mit diesem Freiraumkonzept wird die Idee der Schwammstadt unterstützt. Entsiegelung und Dachbegrünungen sind Ziele der Campusgestaltung.

Dachbegrünung

Seit 2008 wurden systematisch Flachdachflächen aus ökologischen, wie auch ökonomischen Gründen, in begrünte Dachflächen umgewandelt. Die positiven Aspekte sind dabei:

  • Verdopplung der Lebensdauer auf mindestens 40 Jahre gegenüber nicht begrünten Dachflächen
  • Verbesserte Wärmedämmung und Schallisolierung
  • Rückhalt von bis zu 90 % des Niederschlagswassers
  • nennenswerter Beitrag für die Flora und Fauna und das Mikroklima

Nahezu alle Flachdachflächen sind mittlerweile begrünt oder haben eine Teilbegrünung erhalten, sodass sich die gesamte begrünte Dachfläche auf rund 37.000 m² beläuft. Zuletzt sind durch den Neubau der Kindertagesstätte rund 1.400 m², sowie durch die Zentrale Tierexperimentelle Einrichtung rund 1.700 m² Gründachfläche hinzugekommen. Die im Bau befindlichen Gebäude des Medizinischen ForschungsCentrum (MedForCe) und des Body & Brain Institute (BBIM) auf dem entstehenden Forschungscampus Ost erhalten ebenfalls ein Gründach. Die dabei entstehende Fläche erhöht sich damit um weitere rund 8.300 m².

Zertifiziert nachhaltig gebaut

Für das ebenfalls auf dem Forschungscampus Ost geplante Studienlabor wird auch die Zertifizierung nach BNB angestrebt.

Barrierefreiheit

Ein Klinikum für alle. Bei jeder Planung werden heute die Belange der Barrierefreiheit über alle Planungsphasen berücksichtigt. Unser Ziel, ein durchgängig barrierefreier Campus.

Derzeit entstehen am Coesfelder Kreuz, zwischen Domagkstraße und Rishon-Le-Zion Ring, mit dem ForschungsCentrum (MedForCe) und dem Body & Brain Institute (BBIM) die ersten Gebäude des neuen Forschungscampus Ost. Für beide Gebäude ist eine Zertifizierung in Silber nach dem „Bewertungssystem nachhaltiges Bauen“ (BNB) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat angestrebt. Von der Planung, über den Bau, bis zum Betrieb werden dabei alle Aspekte, wie beispielsweise die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Qualität, unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten beleuchtet und bewertet.

Zur Erreichung der Zertifizierung werden unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Materialrecycling, z.B.  Aufbereitung und Wiedereinbau von 10.000 m³ Erd-Aushub
  • Schadstoffarme Bauprodukte, z.B. durch Verzicht auf Polystyrol
  • Rund 2.200 m² Photovoltaikanlage
  • Optimierter Energiebedarf im Betrieb, z.B. Optimierung der Lüftung einzelner Laborbereiche an die tatsächliche Nutzung der Labore
  • Hohes Maß an Barrierefreiheit