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Hitzeschutz

Hitzeschutz

Warum Hitzeschutz?

Hitze ist längst mehr als ein sommerliches Randthema: Sie gilt als das größte gesundheitliche Risiko des Klimawandels in Deutschland. Durch den Klimawandel nehmen Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzeperioden weiter zu. Wirksamer Hitzeschutz gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.
Hohe Temperaturen erhöhen das Risiko für Kreislaufprobleme, Dehydrierung und weitere hitzebedingte Erkrankungen. In schweren Fällen können ernsthafte gesundheitliche Komplikationen auftreten. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, schwangere Frauen, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Personen, die im Freien arbeiten.
Durch tägliche Vorsorgemaßnahmen lässt sich die gesundheitliche Belastung durch Hitze deutlich reduzieren.

| Präventionsmaßnahmen

Ausreichendes Trinken ist an heißen Tagen besonders wichtig, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen. Wenn das Durstgefühl einsetzt, ist es oft schon zu spät und der Körper hat bereits viel Flüssigkeit verloren. Bei heißen Temperaturen und körperlicher Betätigung benötigt der Körper das 2- bis 3-fache an Flüssigkeit.  

Starker Durst, dunkler Urin, Kopfschmerzen oder Schwindel können auf Flüssigkeitsmangel hindeuten.

Tipp: Um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen, empfiehlt es sich regelmäßig kleine Schlucke zu trinken. 

 

Das Lüften in den frühen Morgenstunden oder während der Nacht ermöglicht den Austausch aufgeheizter Raumluft und trägt dazu bei, Innenräume kühler zu halten. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben. Auch gekippte Fenster lassen warme Luft herein. 

Ventilatoren mit Vorsicht genießen: 
Ab 39 °C und etwa 49 % Luftfeuchtigkeit können Ventilatoren die Hitzebelastung verschlimmern statt zu kühlen. Ab diesem Punkt nimmt der Körper durch den heißen Luftstrom mehr Wärme auf, als durch das Schwitzen verdunstet – daher sollten Ventilatoren bei so hohen Temperaturen ausgeschaltet bleiben. 

 

Die Verwendung von Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor schützt die Haut vor schädlicher UV-Strahlung und hilft, Sonnenbrand vorzubeugen.

 

 

Leichte, helle Kleidung aus atmungsaktiven Materialien (z.B. Leinen oder Baumwolle) sowie eine Kopfbedeckung und Sonnenbrille reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung auf den Körper und verringern die zusätzliche Wärmebelastung.

Geschlossene Fenster, Rollläden oder Vorhänge während der Tagesstunden tragen dazu bei, den Wärmeeintrag in Innenräume zu reduzieren und die Raumtemperatur angenehmer zu halten. 

Tipp: Rollläden sollten an heißen Tagen nicht vollständig geschlossen werden, damit die Luft zwischen Fenster und Rollladen zirkulieren kann und sich dort keine Hitze staut.


Regelmäßige Abkühlung durch kaltes Wasser, feuchte Tücher oder eine lauwarme Dusche kann die Körpertemperatur senken und hitzebedingten Beschwerden vorbeugen.
 

| Symptome

Symptome bei Hitzeerschöpfung

  • Schwindel 
  • Kopfschmerzen 
  • Übelkeit oder Erbrechen 
  • Erschöpfung
  • Starker Durst 
  • Beschleunigter Puls 

Bei starken Symptomen medizinische Hilfe suchen! 

| Abkühlung

Willkommene Abkühlung im Alltag

  • Tipp 1: Feuchte Tücher
    Ein leicht angefeuchtetes Tuch im Nacken bringt sofortige Abkühlung.
  • Tipp 2: Kaltes Wasser sprühen
    Kaltes Wasser mit ein paar Tropfen Minzöl in eine Sprühflasche füllen – sorgt schnell für eine schnelle, erfrischende Abkühlung.
  • Tipp 3: Fußbad
    Kühlen Sie ihren Körper mit einfachen Methoden wie einem kühlenden Fußbad, da über die gut durchbluteten Füße Wärme abgegeben wird.  
  • Tipp 4: Zur Erfrischung Lauwarm duschen
    Lauwarme Duschen kühlen nachhaltiger als kalte: Nach kaltem Duschen ziehen sich die Blutgefäße zusammen, um Wärme zu speichern. Weiten sie sich danach wieder, schwitzt man oft nur noch stärker.
  • Tipp 5: Pulsbereiche kühlen
    Lassen Sie kaltes Wasser für 20–30 Sekunden über die Innenseiten der Handgelenke oder den Nacken laufen. Das kühlt den Kreislauf schnell herunter.

| Lebensretter*innen

Gemeinsam durch heiße Tage: Aufmerksamkeit kann Leben retten

Gerade in einem Universitätsklinikum, in dem viele Mitarbeitende täglich Verantwortung für andere übernehmen, ist ein besonderes Bewusstsein für den eigenen Schutz vor Hitze wichtig. Genau hier setzt die neue Hitzeschutzkampagne „Lebensretter*innen“ am UKM an. Die Kampagne wurde gemeinsam mit der Münster School of Design entwickelt und informiert über die gesundheitlichen Risiken von Hitze sowie über täglich umsetzbare Maßnahmen, mit denen sich die gesundheitliche Belastung an heißen Tagen reduzieren lässt. 

| Checkliste für heiße Tage

Schon kleine tägliche Maßnahmen helfen:

  • auf das eigene Befinden achten
  • ausreichend trinken
  • mehrere kleine Mahlzeiten einnehmen und auf elekrolytehaltige Lebensmittel achten (z. B. Bananen und Tomaten)
  • sich durch atmungsaktive Kleidung und Sonnencreme vor UV-Strahlung schützen
  • Räume möglichst kühl halten (früh morgens und abends lüften) 
  • Ausschalten von Wärme produzierenden Geräten und Lichtquellen
  • körperliche Anstrengung wenn möglich reduzieren und/oder in die kühleren Morgen- bzw. Abendstunden verlegen.

Medikamente

Bestimmte Medikamente (z.B. Blutdrucksenker, Diuretika, Insulin) müssen bei Hitze angepasst und entsprechend gelagert werden. Besprechen Sie dies mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin. Viele Medikamente dürfen nicht über 25°C lagern! Bei höheren Temperaturen können sich die Wirkstoffe zersetzen oder die Haltbarkeit verringert sich drastisch. Halten Sie sich daher unbedingt an die Lagerungshinweise in der Verpackungsbeilage.

| Aktuelles

UKM Nachhaltigkeit | Hitzeschutz | Kampagne Studierende

Hitze gilt als das größte gesundheitliche Risiko des Klimawandels in Deutschland – mit Auswirkungen, die sich in den kommenden Jahren weiter verstärken werden. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen…

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Weitere Informationen zum Thema Hitzeschutz finden Sie hier: 

| Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.